facebook_freund5Martin Freund hat einen quellnassen Keller in ein voll nutzbares Veranstaltungszentrum verwandelt. Für seine Frau damit die Grundlage zu Rahmen-Bilder-Spiegel geschaffen. Wir haben uns heute Tipps zur Umsetzung geholt.

NASSE WÄNDE VOLLWERTIG NUTZEN

Der Erfahrungsaustausch fand in einem angenehmen Rahmen statt. Die Theatergruppe  VIENNA THEATER ART hat zu „Geschichten und Lieder von und über Wien“ vorgetragen und gesungen. Dazu das angenehme Ambiente trotz nasse Wände. Ein wunderbares Beispiel dafür dass man feuchte Altbauten nicht „trockenlegen“ muss und auch nicht soll! Die Porenwände in alten Ziegelmauern sind meist kapillargesättigt nass, also voll mit Wasser. Manchmal sind nur die Porenwandungen betroffen, manchmal sind die Poren voll. Würde man hier trockenlegen -was bei erdberührten Wänden kaum möglich ist- käme es zu Rissen aufgrund Trockenschwinden und zu Salzschäden weil der Sprengdruck von Salzkristallen den von Eis übertrifft!  

MAUERTROCKENLEGUNG KANN SCHÄDEN VERURSACHEN

Solange die Poren mit Wasser gefüllt oder teilgefüllt sind passiert nichts, bei Trocknung kristallisieren die Salze aus, es kann zu Schäden am Mauerwerk kommen! Ergo darf die Feuchte bleiben, es muss nur ein gesundes Gleichgewicht zwischen Wassereintrag und Verdunstung gewährleistet werden. Und es ist ein hygienisch guter Zustand zu gewährleisten, also keine Gipsbaustoffe, keine die Verdunstung behindernden und den Schimmelwachstum fördernde Oberflächen.

Quelle gibt es bei uns keine, aber schön nasse Wände 

Zur Sanierung unseres Vereinslokales bauen wir eine Fussbodenheizung und eine Lüftungsanlage zur Klimatisierung ein.  Martin Freund hat das schon vor 5 Jahren (noch ohne Lüftung!) geschafft, er hat sogar mit einer unter dem Boden durchlaufenden Quelle zu kämpfen, und dennoch keinen Schimmel!